Es ist Montag, der 29. Februar

Es ist Montag der 29. Februar . Es sollte der erste Tag der neuen Saison sein. Ach ja, um es zu verstehen solltest du wissen, dass ich einen kleinen Betrieb für Außenanlagen betreibe. Also nochmal, es sollte heute der erste Tag der neuen Saison sein. Wir haben Arbeit bis unters Dach und es sollte wieder so richtig losgehen. Dennoch, ich sitze hier in meinem Wohnzimmer mit meinem Laptop auf dem Schoß und schreibe. Ich habe eine katastrophale Grippe und huste mir die Seele aus dem Leib, gestern so gegen 20 Uhr ruft mich die Freundin meines Mitarbeiters an, sie habe ihn mit der Rettung ins Krankenhaus bringen lassen. Er habe Nierensteine und müsse stationär aufgenommen werden. Das Wetter ist beschissen, es ist ein Zwischending von Schneefall und Regen, und es ist arschkalt. Heute Morgen schleppte ich mich allein auf die Baustelle mit der wir beginnen sollten, und? Und die Vorbereitungen waren bei weitem nicht so weit, dass ich etwas tun konnte. Unverrichteter Dinge zog ich wieder ab und fuhr nach Hause. So ein scheiß Tag. Sinnlos einen vollen Tagesumsatz verloren. Die Saison fängt ja gut an. Warum tu ich mir das bloß an.

Suuuper.

Oder?

Es ist Montag der 29. Februar. Es sollte der erste Tag der neuen Saison sein. Aber oft kommt es anders als man denkt. Mein Mitarbeiter und ich sind krank. Das Wetter ist der Jahreszeit entsprechend und meine Baustelle noch nicht so weit. Endlich wieder ein Tag, an dem ich mich ohne Druck und schlechtes Gewissen um meine Vision kümmern kann. Ich nutze den Tag um mich mit Erkältungsmittel, Tee und Laptop bewaffnet auf mein Sofa zu setzen um meinen geistigen Ergüssen Raum zu geben. Wie toll, so druckfrei zu sein. Den ganzen Tag nur für mich.

Es ist ein und derselbe Tag, ein und dieselbe Situation, es sind dieselben Menschen aber zwei vollkommen unterschiedliche Sichtweisen derselben Tatsache.

Natürlich kostet mich dieser Tag Geld. An jedem Tag an dem ich nicht arbeite, verliere ich Geld. Es ist erst der erste Tag und das kommt schon wieder rein. Zudem der 29. Februar , der sowieso ein geschenkter Tag ist. Es ist ja nur Geld und es ist naturgemäß in so einem gesundheitlichen Zustand klüger, Zuhause zu bleiben. Aber vielleicht ist dieser Tag der Anfang des Buches, das ich schon seit Jahren schreiben wollte.

Welcher der beiden Tage ist der bessere? Mit welchem Tag würdest du dich wohler fühlen? Ich denke, ich kenne die Antwort. Aber aus welchem Grund plagen wir uns denn immer und immer wieder mit unseren negativen Einstellungen und Glaubenssätzen herum? An der Situation kann ich doch sowieso nichts mehr ändern. Der Tag ist so wie er ist. Mach für dich das Beste daraus.

Die Welt ist so wie man sie sieht.

Alles im Leben hat zwei Seiten. Auf welcher Seite du stehst ist deine freie Entscheidung. Das ist etwas, was die meisten Menschen nicht glauben können oder nicht wahrhaben wollen.

Warum nicht wahrhaben wollen? Weil die Menschen dann anfangen müssten, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Sie müssten sich eingestehen, dass sie für ihr Weltbild selber zuständig sind. Wie sie auch für alle Entscheidungen im Leben verantwortlich sind.

Für unsere Art die Welt zu sehen und sie zu werten, können wir meist nichts. Der größte Teil davon wurde uns mitgegeben. Und es hat uns gar keiner gefragt ob wir es so haben wollten. Eines kann ich dir aber mit Sicherheit sagen. Die, die dir das mitgegeben haben, haben es nur mit den besten Absichten getan.

Aus diesem Grund gibt es nur einen Weg.

Ändere deine Gedanken und du änderst dein Leben, denn du bist der Schöpfer deiner Realität.

Das klingt total profan und simpel. Schon wieder so ein Positiv-Denker, der die Welt durch die rosa Brille sieht. Der glaubt, nur dadurch, sich etwas zu wünschen, kommt das Glück zu ihm und er bekommt alles, was er will.

Ich kann dir versichern, dass ich genau das in keinem Fall bin. Ich bin ganz klar ein Mann aus dem Leben, der seinen Lebensunterhalt mit harter Arbeit bestreitet. Im Gegenteil. Es ist erst das Handeln, das dich auf deinen Weg bringt.

Nur der Glaube allein bringt dich nicht auf die Spitze eines Berges, es ist der erste Schritt, der dich auf den Weg bringt. Und es ist die Beständigkeit der weiteren Schritte, die dich auf den Gipfel bringen.

Aus diesem Grund

Lass dein Leben wachsen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok